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Songs über Regen für die Fluthilfe

Songs über Regen für die Fluthilfe

Somesongs und Walk the Line spielten bei umsonst&draußen im Stöffel-Park Blues und Rock mit viel Gefühl und purer Lebenslust. Die Erlöse wurden privat großzügig aufgestockt und kommen den Flutopfern zugute.

Eine Supershow versprühte pure Lebenslust (Foto: Tatjana Steindorf / Quelle: Kulturbüro Westerburg)

Enspel. Bereits zum vierten Mal traten die Bands Walk the Line und Somesongs gemeinsam bei der jährlichen Veranstaltung namens umsonst&draußen im Stöffel-Park auf. Beide Bands sind es gewohnt, im Regen zu spielen. Diesmal regnete es nur beim Aufbau und das eigentliche Konzert fand ohne Wasser von oben statt, wofür sich Johannes Schmidt vom Kulturbüro der Verbandsgemeinde Westerburg bei Petrus eigens eingesetzt hatte.

Pünktlich um 20 Uhr eröffneten Walk the Line das Konzert mit Klassikern aus Rock und Blues. Sänger Udo Lietz beherrscht alle Facetten des Rock-Gesangs, egal ob die Stücke im Original von Jimi Hendrix, Tom Petty oder Eric Clapton stammen. Gitarrist Erhard Reichelt steht dem in nichts nach. Vor allem der gefühlvolle Umgang mit der Musik seines Vorbilds Peter Green liegt ihm am Herzen. Lutz Neeb kümmert sich an der Gitarre um den richtigen Groove ebenso wie Bassist Uli Altrichter und Schlagzeuger Andrej Kurt. Für die fünf war es Corona-bedingt der erste Auftritt seit 2020 an dieser Stelle, doch die Band hat in der Zwangspause nichts verlernt, was das Publikum mit langem Applaus bestätigte.

In der kurzen Pause zwischen den beiden Bandauftritten nutzten die Hachenburger Frischlinge die Gelegenheit, sich dem Publikum vor der Basaltbühne vorzustellen. Die Truppe fährt in grün lackierten Geländewagen durch die Welt und sammelt Spenden für soziale Projekte in Afrika. Eigentlich war der Erlös des Abends für ihre Arbeit gedacht, doch die Flutkatastrophe an der Ahr und in der Erft-Region sorgte für ein neues Spendenziel der Veranstaltung.

Auch Somesongs hatten ein Jahr Zwangspause. Die Band um Sängerin Penni Jo Blatterman hat die spärliche Probenzeit seit dem Frühjahr genutzt, um ihr Repertoire zu erweitern und vor allem, um die Band zu vergrößern. Sandra Huth an den Keyboards macht Somesongs zum Sextett und bringt eine neue musikalische Farbe ins Klangbild der Band. Die neuen Möglichkeiten nutzte man beispielsweise, um den Jimi-Hendrix-Klassiker „Little Wing“ mit Klavier und akustischer Gitarre in eine ruhige Ballade zu verwandeln, ehe Gitarrist Günter Weigel am Ende die akustische wieder gegen eine Hendrix-mäßige Stratocaster tauschte. Die musikalische Bandbreite der Band reicht von Country, wie der von Ralf Grasmehr gesungene „Folsom Prison Blues“, über Soul à la Aretha Franklin über groovige und rockige Titel bis zum Pop von Phil Collins. Bei „In the air tonight“ konnte Achim Wüst seine Schlagzeugkünste in einem virtuosen Solo demonstrieren, das dann fast nahtlos in „50 ways to leave your lover“ mündete. Die Paul-Simon-Nummer bot Bassist Ralf Kortus Gelegenheit für ein seltenes Bass-Solo. Dass die Band auch richtig rocken kann, zeigte sie am Ende mit ihrer Rock-Adaption von „It‘s raining men“.

Das eigentlich Finale kennen die Fans bereits aus den Vorjahren, und auch dieses Mal ließen es sich die beiden Bands nicht nehmen, als dritten Teil des Konzerts gemeinsam auf der Bühne zu stehen und als Zugabe eine gute Handvoll Rockklassiker zum Besten zu geben.

Lohn der musikalischen Mühen waren ein zufriedenes und lange feierndes Publikum und ein mit 1624 Euro gut gefüllter Spendentopf. Die Summe ergänzte Johannes Schmidt durch die Einnahmen des Klappstuhlkonzerts von Mirko Santocono am Wiesensee in Höhe von 1171 Euro auf 2796 Euro. Somesongs-Gitarrist Günter Weigel mit seiner Frau Elfriede Munsch rundeten den Spendenbetrag auf glatte 4000 Euro auf und überwiesen das Geld für die Fluthilfe an das Hilfenetzwerk Wäller Helfen e.V. (Günter Weigel)

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